KISS ME, KATE! - Archiv
Musikalische Komödie von Samuel und Bella Spewack. Musik und Gesangstexte von Cole Porter www.shakespeare-company.com Facebook: / bremershakespearecompany Facebook Backstage: / companyuncovered Deutsche Übersetzung: Günter Neumann Spielfassung: Mathias Schönsee und bremer shakespeare company Regie: Mathias Schönsee Bühne: Heike Neugebauer Kostüme: Uschi Leinhäuser Musik: Mark Chaet (Musikalische Leitung, Violine), Giorgio Radoja (Piano), Michael Joch (Schlagzeug), Bartek Mlejnek (Kontrabass) Choreographie: Christine Stehno Regieassistenz: Julia Krüger, Monja Meißner Mit: Christian Bergmann, Tobias Dürr, Gunnar Haberland, Tim D. Lee, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Svea Meiken Auerbach, Beate Weidenhammer, Janina Zamani. Zum Inhalt: Eine Theatertruppe studiert das Shakespeare-Stücks „Der Widerspenstigen Zähmung“ ein. Der Regisseur, Fred Graham, hat sich selbst mit der männlichen Hauptrolle, Petrucchio, besetzt. Für die weibliche Hauptrolle der widerspenstigen Katharina, hat er seine Ex-Frau Lilli Vanessi engagiert. Lilli ist mittlerweile mit einem reichen Gönner verlobt und Fred hat eine Affäre mit dem Starlet Lois Lane, der er die Rolle der Bianca zugeschanzt hat. Ziemlich schnell wird jedoch klar, dass es zwischen Fred und Lilli nach wie vor knistert. Ein Blumenstrauß, den Fred an Lois sendet, jedoch irrtümlich bei Lilli landet, sorgt für einen Eklat: Lilli, beißt, tritt und ohrfeigt Fred vor Zorn, der sie schließlich im Gegenzug mitten auf der Bühne übers Knie legt. Nach dieser Demütigung will Lilli aus den Proben aussteigen und bittet ihren Verlobten telefonisch, sie abzuholen. Da kommen Fred unerwartet zwei Gangster zu Hilfe: Bill Calhoun, der Darsteller des „Lucentio“ und außerdem Lois’ Freund hat beim Glücksspiel einen Schuldschein mit Freds Namen unterschrieben. Fred gibt vor, den Schuldschein tatsächlich selbst unterzeichnet zu haben, und behauptet, er könne die Schulden nur begleichen, wenn die Gangster Lilli davon abhalten würden, das Ensemble vorzeitig zu verlassen. Der Plan scheint aufzugehen - Lilli muss weiterspielen. Vor der Schlussszene von „Der Widerspenstigen Zähmung“ erfahren die Gangster jedoch, dass ihr Auftraggeber liquidiert wurde, und lassen Lilli deshalb mit ihrem Verlobten aus dem Theater entwischen. Zu Freds freudiger Überraschung erscheint Lilli zu guter Letzt dennoch wieder auf der Bühne - sie hat sich offensichtlich trotz allem für ihn und für die Bühne entschieden. Die Inszenierung: Die bremer shakespeare company bringt den Musicalbühnen-Klassiker in einer typischen Umsetzung: ein bisschen rau, aber lustvoll gespielt und gesungen. Jenseits aller Boulevard-Oberflächlichkeit lässt die Inszenierung auch die tragische Dimension der Figuren hinter ihrer Komik aufleuchten und hält das Stück in der Schwebe zwischen wortwitzigen Dialogen und musikseliger Romantik. Heimatlose Künstler, die manchmal am Rand der Verzweiflung auf die ganz große Karriere hoffen: auf den Urknall des Erfolgs, der ihre unbeachtete Existenz in einen glamourösen Sternenglanz verwandelt. Auf der Bühne beginnen diese Schauspieler und Sänger zu strahlen, zu leuchten, zu leben. Und die Liebe für einander ist immer auch die Liebe zum Theater. Man leidet aneinander und kann doch ohne einander nicht leben. Die exquisite 4-Mann-Band interpretiert die Ohrwürmer Cole Porters mit der rauen Emotionalität des Jazz. Die Band verfolgt einen eigenen Stil der in keine Schublade passt: mit osteuropäischen Wurzeln, und poppigen Arrangements: temperamentvoll und melancholisch zugleich, mit Leidenschaft und komödiantischer Leichtigkeit. Kritiken und Fotos: http://www.shakespeare-company.com/pr...